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Akustik-Lexikon

Akustik
Die Lehre vom Schall.


Alpha w

Der Durchschnittswert der einzelnen Absorptionswerte eines Materials in einem festgelegten Frequenzbereich.


DIN 18041

Die neue DIN 18041 regelt die „Hörsamkeit in Räumen“ und fordert seit Mai 2004 weit mehr Akustik-Maßnahmen als früher. So ist die geforderte Nachhallzeit nicht nur über das gesamte Frequenzspektrum vom Tiefton bis zum Hochton gleichmäßig einzuhalten. Selbst der vorgesehene Wert für Räume mit erhöhtem Sprachaufkommen erfordert bereits eine großzügige Absorptionsfläche. Gefordert wird hier ein über die Raumoberfläche gemittelter Schallabsorptionsgrad von idealerweise 0,35 oder höher.


Frequenz f

Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Die Frequenz (Formelzeichen: f ) bestimmt die Tonhöhe und wird in Hertz (Formelzeichen: Hz) angegeben. Im allgemeinen nimmt das menschliche Gehör Frequenzen im Bereich von 20 -16.000 Hz wahr.


Nachhallzeit

Die Zeit, die eine Schallquelle benötigt, um nach Abschalten um 60dB(A) abzufallen, wird als Nachhallzeit (Formelzeichen: T) bezeichnet. Entscheidend sind das Raumvolumen (Formelzeichen: V) und die äquivalente Absorptionsfläche (Formelzeichen: A).


Schall

Unter Schall versteht man mechanische Schwingungen in einem elastischen Medium (z.B. Luft). Ein durch Schall angeregtes Molekularteilchen schwingt um seine Ruhelage. Schall ist untrennbar an die Existenz von Materie gebunden. Die Anzahl der Schallschwingungen pro Sekunde bestimmt die Tonhöhe, auch Frequenz genannt.


Schalldruck p

Das in Schwingungen versetzte Molekularteilchen erzeugt im Medium (z.B. Luft) Luftdruckschwankungen und damit verbundene Luftdruckwechsel. Diese Drücke sind messbar und werden als Schalldruck (Formelzeichen: p) bezeichnet. Der Schalldruck ist in der Akustik die wichtigste Messgröße. Schalldruckempfänger sind unter anderem das Ohr und fast alle Mikrofone.


Schalldruckpegel Lp

Der Schalldruckpegel Lp ist der logarithmierte Schalldruck p, der auf den Schalldruck p0 (Hörschwelle) bezogen ist und in Dezibel (Formelzeichen: dB) angegeben wird.


Schalldruckpegel Lp – A – bewertet

Das menschliche Ohr empfindet hohe und tiefe Frequenzen unterschiedlich laut. In Annäherung an das Hörempfinden wurde die Bewertungskurve A festgelegt. Auf diese Weise bewertete Schallpegel sind mit dem Index (A) zu kennzeichnen, z.B. 80dB(A).


Schallgeschwindigkeit c

Geschwindigkeit, mit der sich die Schallwellen ausbreiten. Die Schallgeschwindigkeit (Formel zeichen: c) hängt stark vom Ausbreitungsmedium ab. Für Luft gilt zum Beispiel eine Schallgeschwindigkeit von 340 m/s, also c = 340 m/s.


Schallabsorption = Dämpfung

Umwandlung von Schallenergie in Wärme. Zur Luftschallabsorption werden hauptsächlich poröse Schallschluckstoffe verwendet, wobei die Bewegungsenergie (= Schallenergie) der Luftteilchen durch Reibung in den Poren des Schallabsorptionsstoffes in Wärme umgewandelt wird. Die Schallabsorption bewirkt zwar eine Verringerung der Schallenergie, verhindert jedoch nicht die Übertragung der Schallenergie in andere Bereiche des Raumes oder gar andere Räume, da die Schallwellen feste Materialien (Wände, Türen etc.) in Schwingungen versetzen. Dieser Effekt wird auch Körperschall genannt.


Schallabsorptionsgrad

Die Fähigkeit eines Materials, Schall zu absorbieren, wird durch den Schallabsorbtionsgrad alpha für jedes Frequenzband eindeutig beschrieben. Der Wert alpha kann zwischen 0 (totale Reflexion) und 1 (totale Absorption) liegen. Das Messverfahren hierfür ist in der internationalen Norm DIN ES ISO 354 geregelt.


Schallisolation = Dämmung

Verhinderung des Schalldurchtritts durch eine Trennfläche. Der Schall wird an der Trennfläche vorwiegend reflektiert. Eine optimale Schalldämpfung und Vermeidung des Körperschall-Effektes erreicht man nur durch den Einsatz schwerer Massen (Beton, schweres Mauerwerk). Daher ist es sinnvoller, den Körperschall durch Einsatz geeigneter Materialien auf ein angenehm empfundenes Maß zu reduzieren.


Wellenlänge

Abstand zweier aufeinanderfolgender Orte einer Welle mit gleicher Schwingungsphase. Schallgeschwindigkeit c und Frequenz f stehen in direktem Zusammenhang mit der Wellenlänge (Formelzeichen: λ), also c = f x λ.

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